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Notebook für Photographen - eine seltene Spezies
Probleme machen bei mir auch eher bug beladene Programme wie Nikon NX2, als Windows 7 oder Microsoft Office. Bei Notebooks ist es dann wieder so, das man aus dem vorhandenen Angebot wählen muss. Selbstbau ist nicht möglich. Natürlich kann man Festplatten tauschen oder Ram erweitern, das aber auch mit vielen Beschränkungen, die man bei einem Standcomputer nicht hat. Da ich meiner Nachbarin bei einem Notebookkauf helfen wollte bin ich gleich weitergesurft um zu sehen, ob es nicht doch brauchbare Notebooks gibt, die den Anforderungen eines Profifotografen genügen. Ich weis schon, die Apple Fans werden gleich wieder sagen, kauf die ein Mac Book pro oder Mac Book Air und alles ist gut. Erstens habe ich keine Lust auf ein anderes System, auch wenn mir die Möglichkeiten von Bootcamp durchaus bewusst sind. Auch sind Apple Produkte teuer und ich lasse mein Notebook auf Reisen auch im Mietauto, weil ich auf langen Fototouren schon so genug Ausrüstung mitschleppe. In meinem eigenen Campingbus habe ich weniger Sorgen bezüglich Diebstahl, da sorgt ein gut verschraubter Möbeltresor für zusätzliche Sicherheit. Die wichtigste Anforderung, die ich an ein Notebook habe, ist ein guter Bildschirm. Dieser muss mindestens den sRGB Farbraum abdecken, über 300cd/m2 Lichtleistung haben und auch beim Kontrast und Schwarzwert gute Werte aufweisen. Und noch ein Kriterium: der Bildschirm muss eine matte Oberfläche haben. Ich als Mann über 50 brauche keinen Schminkspiegel. Damit würden übrigens schon fast alle Apple Notebooks aus der Auswahl herausfallen, mattes Display gibt es nur gegen Aufpreis beim Mac Book pro. Das gute Bildschirme bei Notebooks absolute Mangelware sind, sieht man sehr schnell an den Tests bei "Notebookcheck.de", die die Bildschirme wirklich gut und genau testen. Ein schlechter Bildschirm ist bei Büroanwendungen weniger relevant oder störend. Bei der Auswahl und Bearbeitung von Fotos aber sehr wohl. Bei mir kommt noch hinzu, das meine Frau und ich 2012/2013 fast nur unterwegs sind, also ich kaum Gelegenheit haben werde zu Hause auf meinem Standcomputer zu arbeiten. Wenn ich jetzt die Bilder ein Jahr lang nur speichere, nicht auswähle, beschrifte und bearbeite, habe ich dann Herbst 2013 einen kaum zu bewältigenden Bilderberg. Bilder auswählen und bearbeiten tu ich aber nicht auf einem Bildschirm der blass ist, nur 60 % von sRGB zeigt (wie die meisten Notebook Bildschirme), oder Farbfehler hat, wie die der HP Envy Serie, der rot von Orange nicht unterscheiden kann. Nach langer Recherche blieben ganz wenige Angebote übrig: Von Dell der 15" Precision M4600 mit RGB LCD, der sogar den vollen RGB Farbraum abdecken dürfte. Preis ab 1770.-€. Leider gibt es diesen Bildschirm in anderen Notebooks nicht mehr gegen Aufpreis, ist also die einzige Option bei Dell. HP hat ein Notebook jenseits der 2000.-€ Marke mit ähnlichem Bildschirm. Neu auf dem Markt und seit einigen Tagen erhältlich ist das Asus Zenbook UX32VD Ultrabook, das mit einem 13,3" full HD Bildschirm aufwarten kann, der sRGB abdeckt und dank IPS Panel auch eine gute Blickwinkelstabilität haben soll. Mit 1,47 kg + 0,3 kg für das Netzteil angenehm leicht. Die Version mit dem ips Panel kostet bei Cyberport 1110.-€. Der neue Ivy Bridge Prozessor Intel Core i5-3317U mit 1,7 GHz ist leistungsfähig und stromsparend, dezidierte Grafikkarte, USB3 und eine Harddisk kombiniert mit einer kleinen SSD machen den Computer auch recht schnell und geeignet für Bildbearbeitung. Nur die 4 GB Ram stören mich ein wenig, mindestens 8 GB Ram wären besser. Einen Erfahrungsbericht gibt es in den nächsten Wochen. |
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