Nützliches Zubehör für den Foto Abenteurer

Stromversorgung:

Kameraakkus mit Solar laden:

Da hat sich in den letzten Jahren leider nicht viel geändert. Wenn auch Solartechnik immer mehr Verbreitung findet, so ist diese im Outdoor Einsatz nach wie vor nur sehr beschränkt verwendbar. Vor allem der Preis ist noch immer viel zu hoch. Eine brauchbare Kombination aus Pufferakku und faltbarem Solarpanel kostet gut 400.-€! Auch das Gewicht ist zu hoch, die hier angeführte Kombination wiegt 1260g. Im Vergleich, ein Li-ion Kamerakku wiegt ca. 100g!
Die Leistungsangaben der Hersteller werden in der Praxis meist nicht erreicht, daher 6 Wp (Watt Peak) bringen in der Realität gerade mal 5 Watt, wenn sich eine Wolke vor die Sonne schiebt dann nur mehr 0,5 Watt!

Solarladegeräte für Handy:

Sind eine billige Möglichkeit, sich mit dem Nutzen, aber auch den Problemen der Solarladetechnik auseinanderzusetzen:

Auswahl bei amazon.de

Fazit

In fast allen Situationen ist die Mitnahme von mehreren aufgeladenen Akkus billiger und zuverlässiger

Hinweis: Bedenken Sie den Nachteil von Mirrorless Kameras, wie Sony Nex oder Olympus Pen, denn diese schaffen pro Akkuladung nur ca. 300 Aufnahmen. Im Gegensatz dazu kommen die meisten Spiegelreflexkameras auf 1000 Aufnahmen pro Akku.

Laden über 12 Volt (Autobatterie)

Wenn man z.B. mit einem Mietauto und Zelt unterwegs ist, hat man durch die Lichtmaschine/Batterie des Autos eine kräftige Stromquelle immer parat. Leider liefern alle Kameramarken mit den Kameras Ladegeräte aus, die nur für Wechselstrom von 110-220 Volt geeignet sind.

Eine Möglichkeit ist die Anschaffung eines sogenannten Inverters oder Spannungswandler, wie diesen von Eufab
Der macht aus 12 Volt Gleichstrom 220 Volt Wechselstrom bei einer Leistung von 100 Watt, was auch für große Notebooks reicht. Der Nachteil ist, das jede Umwandlung mit Verlust behaftet ist. Erst wird auf 220 V umgewandelt, dann im Ladegerät wieder zurück auf eine niedrigere Spannung. Für Kamerakkus ist deshalb die Anschaffung eines Universalladers wie dem Panther 5 von Accu Power sinnvoll.

Weitere Infos in meinem Blogeintrag.




Transport

 

Firmen für Fotorucksäcke:

 

Alpineplus

Amazon Basic

Aosta

Aspensport

Belkin

Bilora

Burton

Canubo

Case Logic

Clik bei Walimex.at

Crumpler

Cullmann

Dörr

f-Stop

Godspeed

Gura Gear

Hama

Kata

Lowepro

Manfrotto

Mantona

Moose Peterson

Naneu

Samsonite

Sumdex

Tamrac

Tatonka

Tenba

thinkTank

Walimex

 

 

 

Die Vielfalt an Taschen, Slingbags und Fotorucksäcke ist leider ziemlich unüberschaubar. Wie ich allerdings auch auf der Photo Adventure sehen konnte, ist bei den meisten Herstellern nicht wirklich Innovation gefragt. Meist sind es Varianten des gleichen Konzepts in unterschiedlichem Styling. Was mich grundsätzlich stört, ist das die meisten Rucksäcke viel zu massiv und damit zu schwer gebaut werden. Die Polsterung ist oft so angelegt, wie wenn sie den Sturz von einem Lastwagen aushalten soll. Natürlich soll meine Ausrüstung geschützt sein, aber ohne pfleglichen Umgang mit dieser, wird die beste Polsterung nichts helfen. Ich bevorzuge nicht nur beim Kamerarucksack möglichst leichte Modelle, die trotzdem stabil sind und sich angenehm tragen lassen. Diese Modelle sind zwar in der Anschaffung etwas teurer, aber jedes eingesparte Gramm wirkt sich auf lange Sicht positiv aus. Vor allem bei Flugreisen sollte man sehr auf die Gewichtsbeschränkungen Acht geben. Die Fluglinien gehen immer restriktiver vor und nicht nur beim Fluggepäck, sondern auch beim Handgepäck wird immer strenger kontrolliert und die Toleranzen werden verringert.

Auch beim Koffer sollte man aufpassen, bei einer Chile Reise wurde für meinem Freund das Übergepäck zur teueren Angelegenheit, 50.-$ pro kg sind bei Langstreckenflüge durchaus üblich. Da kann sich eine Neuinvestition in eine leichtere Tasche sehr schnell rechnen.  Ein Modell, das ich zuerst ins Auge gefasst habe als Ersatz für meine alten, billigen und mit 3,7 kg/70 L auch nicht gerade leichten "Eduscho" Koffer: Stratic Agravic mit 75-95 l bei 2850 g wirklich sehr leicht. Aber ohne dem Luxus eines trolleys geht es noch viel leichter, denn Gabi hatte da noch eine bessere Idee: Ein sogenannter Dufflebag, wie zum Beispiel der Barrel L von Tatonka.  Mit 85 L Volumen und nur 1850 g, das heißt ich kann fast 2 kg mehr an Ausrüstung pro Person  mitnehmen.  

Doch zurück zu den Kamerarucksäcken: Für kleinere Ausrüstung/Tagestouren wollen wir in Zukunft den Tenba Discovery einsetzen, der mit 1100 g unglaublich leicht ist und das trotz gutem Tragesystem und Fotoeinsatz, den man auch herausnehmen kann. Dadurch wird der Discovery zu einem noch leichteren Wanderrucksack! Den Tenba gibt es auch in einer hellen Version, die ideal für Safaris ist.

Noch eine Anregung: Es geht auch umgekehrt, daher einen ultraleicht Bergrucksack, wie z.B. von der Marke "Osprey" mit einem Kameraeinsatz z.B. von Clik auszustatten.

Ein interessanter Fotorucksack ist der Lowepro Flipside 400 AW, der den Zugang zum Kamerafach hinten bei dem Tragesystem hat, was ein guter Diebstahlschutz sein kann. Außerdem kann man den Rucksack nach vorne ziehen und kommt so ohne ihn abzusetzen an die Kamera heran. Er hat auch noch zusätzlich Stauraum für eine Jacke und Jause. Mit 1600 g doch um 500 g schwerer als der Tenba Discovery, bei ähnlichem Stauvolumen.

Schon seit Jahren setze ich den "Kiboko" von Gura Gear ein. Für das was man in diesen Rucksack hineinbekommt ist er außerordentlich leicht und trotzdem ausreichend gepolstert. Das Tragesystem ist sehr gut auch bei schwerer Last und man kann es verschwinden lassen, sodass der Kiboko 30 L auch als Handgepäck bei Flugreisen geeignet ist.

 




Stative



Auf die Frage was den Amateur vom Profi unterscheidet, gibt es für mich zwei Standard Antworten: Der Profi verdient Geld mit seinem Tun (das heißt Gewinn nach Abzug aller Spesen) und Profis verwenden Stative.

Das müssen nicht super schwere einzementierte Dinger sein, mit einem Eigengewicht jenseits der 5kg. Durch das Material Carbon kann man heute sehr leichte Stative bauen, die trotzdem schwingungsarm sind.

"Ein Stativ mit Mittelsäule ist eine Fehlkonstruktion!" Und zwar ausschließlich!

Da es nur wenige Stative von Gitzo oder RRS gibt, die ohne Mittelsäule gebaut sind, muss man bei kleinen Stativen zur Selbsthilfe greifen. Mit zwei Holzscheiben und einer Zollschraube lässt sich der Kopf auch so fixieren. Ohne Bastelarbeit geht es mit dem Slik Pro 634 CF, das man z.B. bei Foto Sauter Bestellen kann. Kostet ca. 250.-€ ohne Kopf. Für Kugelköpfe empfehle ich die Markins Emille für kleinere Stative und den Q10 oder den Q20 für größere Stative. Gut ist nicht nur die sehr hohe mögliche Traglast, sondern auch, das der Friktionsknopf "versteckt" ist und dadurch bei der Bedienung nicht im Weg.

Die Arca Swiss kompatible Schnellwechseleinheit ist meiner Meinung nach die Universellste und trotz ihres stabilen Mechanismus recht leicht, auf jeden Fall leichter als das Novoflex Schnellwechselsystem.

Der Trick, mit dem es gelingt einerseits ein leichtes Carbon Stativ wie das von Slik zu verwenden und trotzdem selbst mit einer Profikamera wie der Nikon D3x plus Objektiv < 200 mm scharfe Aufnahmen zu bekommen, besteht aus zwei Teilen: Einer L -Schiene, wodurch die Kamera auch bei Hochformataufnahmen zentral über dem Kugelkopf steht und der Verwendung eines Kabel/Infrarot Auslösers in Kombination mit der Spiegelvorauslösung! Anders geht es nicht.

Ein weiterer Trick ist die Verwendung einer Sitzmatte. Was das soll, werden sie sich fragen. Naja, der größte Feind eines scharfen Bildes bei Stativverwendung ist neben dem Spiegelschlag der Wind! Und da kommt man auch mit einem schweren Stativ nicht weiter, wenn man das zu hoch ausfährt. Es hilft nur mehr das Stativ möglichst in Bodennähe zu verwenden und da ist die Sitzmatte sehr hilfreich. Am besten eine verwenden, die so wie meine alte Sitzmatte von "Eduscho" ein silberne und eine schwarze Seite hat. Sitzmatte, Reflektor und schwarzer Hintergrund in einem!

Ideal wäre das Tatonka Sitzkissen, schön wäre es, wenn man das auch bei uns in Österreich kaufen könnte.

Für Alle, die es noch leichter haben wollen: Das Benro
Travel Angel C-068 inkl. Kopf B-00 um 329.-€ bei Amazon erfüllt diese Erwartung plus ein äußerst geringes Packmaß durch die um 180 Grad drehbaren Statibvbeine. Leider auch mit einer Mittelsäule die im Weg ist, wenn man in Bodennähe Makros machen will. Eigentlich hilft da nur kürzen der Mittelsäule, was natürlich bei einem Stativ um 330.-€ nicht sein sollte, aber das ähnliche Gitzo ist noch teurer und genauso falsch konstruiert. Eine Alternative habe ich mit dem Giottos MH5310-630 Vitruvian Stativ aus Karbon mit Kugelkopf gefunden, das eine teilbare Mittelsäule hat, aber teurer ist.


Noch Kleiner:

Joby Gorillapod Magnetic schwarz/rot

"Arbeitsstative" sind das alle nicht, da kommt bei mir derzeit das Gitzo GT3541 Xls zum Einsatz, inkl. Markins Q10 Kugelkopf und RRS Panoramaplatte. Maximale Arbeitshöhe 190 cm! Natürlich ohne Mittelsäule. In Zukunft werde ich aber das TVC-24L von Really Right Stuff verwenden.

 



Backup auf Reisen

Warum Backup?

Backups macht man gegen Geräte Ausfall, also falls eine Speicherkarte oder Festplatte kaputt geht.

Es schützt vor Datenverlust durch Diebstahl, oder Verlieren der Karte, Kamera, oder der Festplatte.

Speichern sollte man immer im RAW Format!

Speicherkartenpreis ist kein Thema mehr

2003: Micro Drive 1 GB – ca. 250.-€
Heute: CF Karte 16 GB  - ab 25.-€
SD Karte 16 GB - ab 15.-€

Damit das Backup Sinn macht, muss  man die Originaldaten und das Backup getrennt aufbewahren.

Mit Notebook/Netbook

Ist die universellere Lösung

Notebooks sind sperrig und relativ schwer, die Aufbewahrung, vor allem während längeren Wandertouren kann problematisch sein.

Hoher Stromverbrauch zwischen 50 und 100 Watt, regelmäßige Lademöglichkeit muss vorhanden sein.

Netbooks wie die Asus Eee PC´s sind kleiner, billiger und leichter haben aber weniger Rechenleistung.

 

Mit externem Kartenlesegerät wie "Hyper Wiesel"

Dies sind im Prinzip 3,5" Festplatten in einem Gehäuse samt Akku und Kartenleser, daher man kann die Daten der Karte (SD, CF, Micro SD oder Memory Stick) ohne einen Computer zu benötigen, auf die Festplatte spielen. Über USB lässt sich so ein Gerät aber auch wie eine gewöhnliche externe Festplatte an einem Notebook verwenden. Man hat also auch noch bei Defekt des Notebooks eine Speichermöglichkeit.

Direkt in der Kamera

Einige Kameramodelle haben zwei Kartenslots und erlauben die simultane Speicherung der Datei auf beide Karten ("Sicherungskopie"). Besser ist es auf beiden Karten die Raw files zu speichern. Raw + Jpg wäre auch möglich, aber dann ist die Karte mit den Raw files früher voll, was zu Verwirrung führen kann. Ablegen der Karten in kleinen Taschen, am besten farblich unterschiedlich, rot 1+2 für "voll", grün für "frei". Original Karten und Backup Karten getrennt aufbewahren! Keine zu großen Karten verwenden, sonst bleiben beide Karten zu lange in der Kamera.

Um die Daten auch ohne Computer bei e-mails verwenden zu können kann man das Bearbeitungsmenü der Kamera benützen um aus Raw files jpg files in reduzierter Auflösung zu machen. Ins Smartphone bekommt man die jpg files über Eye Wifi Karte, über "Air Stash" (geht nur mit SD und Micro SD) oder direkt in Smartphones mit Micro SD Karte über eine Micro SD Karte samt Adapter.

Kabelsalat vermeiden: Kurze Kabel verwenden

 

Photo Apps:

The photographers ephemeris  Vorschau von Sonnen Auf und Untergang

Blue Slr Remote  Gps geotagging und Kamerafernsteuerung


Air Stash  Wireless flash drive

Easy Release  Model Release auf dem Handy



Auch Wichtig:

kleines Led Licht, anklippbar (Stirnlampe ist im Weg) für Aufnahmen am Abend/in der Nacht.

Werkzeug, vor allem Inbusschlüssel für L-Schiene und Stativ. Kleines Universaltool mit Zange und Schraubenzieher.

Hochwertige Outdoor Kleidung nach dem Zwiebel Prinzip. Daher mehrere nicht zu dicke Schichten, die Kombinierbar sind. Z.B. Leicht Daunenjacke plus Leicht Regenjacke ergibt hohe Isolation und Feuchtigkeitsschutz.
Dünne Handschuhe mit Gummierung, Schlauchtuch "Buff".