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Fahrt nach
Kroatien - Urlaubstage Auch wir machen einmal "richtigen" Urlaub. Die Durchquerung des Balkan gen Süden hat sehr gut funktioniert. Von Belogradcik in Bulgarien war es nicht mehr sehr weit zur Grenze nach Serbien. Die Kontrolle war genau und gründlich, aber freundlich und da es sich um einen kleinen Grenzübergang gehandelt hat, war auch nicht viel Wartezeit. Die Straßen waren in gutem Zustand, nur eine schlecht beschilderte Umleitung hat unseren Orientierungssinn gefordert. Mein teures GPS von Falk hat sich auf der ganzen Reise, von Rumänien angefangen, als fast völlig unbrauchbar herausgestellt. Obwohl angeblich mit den aktuellsten Detailkarten für ganz Europa ausgerüstet, sind Länder wie Rumänien, Bulgarien, Serbien oder Montenegro, gerade einmal die Hauptstädte und einige Europastraßen verzeichnet. In Serbien ging das soweit, dass eine 4-spurige Schnellstraße nicht auf der GPS-Karte war, wir also offiziell im "Niemandsland" herumfuhren. Auch ist die Software nicht aktuell und funktioniert nicht unter Windows 7 64 bit. Und ja, ich habe die aktuellsten Karten, die es von Falk gibt und auch die genannten Länder werden bei Falk als "Detailkarten" bezeichnet. In Österreich ist die Karte genau, jede Gasse von jedem Dorf ist verzeichnet und so wird das auch mit Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern sein. Im Prinzip sehe ich das aber als eine grobe Irreführung des Konsumenten an. Ein Vertrauen in die Routenwahl hätte für uns in diesen Ländern oft hunderte km Umwege verursacht, weil kürzere Routen nicht angezeigt wurden. Da wir uns aus Gewohnheit aber mit gutem Kartenmaterial eindecken und auch immer den dicken ADAC Europaatlas mit dabei haben, konnten wir zum Glück unsere Reise auch so gut planen. Serbien war für uns erstaunlich gut entwickelt, die Häuser fast alle im guten Zustand, Tankstellen neu und ausreichend vorhanden, Straßen meist auch erneuert und gut in Schuss. Nur der Müll neben der Straße war nirgendwo sonst so schlimm. Rückblickend war Bulgarien vom optischen Eindruck her am schlechtesten - viele Betonruinen, hässliche Häuser, aber überall sehr freundliche und hilfsbereite Menschen. Gewisse nationale Befindlichkeiten
konnten wir dann in Serbien schon bemerken, denn die Straßenabzweigung,
die uns auf die Strecke nach Bosnien führen sollte, war schlicht nicht
beschildert. Was wir erst 20 km später auf einem in 1000 m Höhe
gelegenen Pass bemerkten. Da diese gut ausgebaute Straße nach Montenegro
führte und wir ursprünglich sowieso vorhatten über Montenegro zur Küste
zu fahren, drehten wir nicht um, sondern änderten unsere Route. Bis auf
eine Baustelle war die Strecke, die über einige Bergpässe führte, sehr
schön zu fahren und auch landschaftlich sehr lohnend. Zwar sind die
Berge im Sonnenschein nicht schwarz (Monte Negro = schwarze Berge), aber
durch die Kombination aus weiten Hochebebenen mit Bergen die bis zu 2500
m hoch sind, sehr reizvoll anzusehen. Die Übernachtung unweit des
Durmitor Gebirges war sehr ruhig und kühl. Am Morgen hatte es 5 Grad und
leichten Nebel. Hunderte Spinnennetze schimmerten dann später in der
Morgensonne und auch so spät im Jahr waren die Wiesen noch voller
Blumen. |
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Heimreise
Die 5 Tage am Meer in Kroatien waren sehr schön, gerade
einmal einen halben Tag war es bewölkt mit ein paar Regenspritzern,
ansonsten immer sonnig, warm, aber nicht zu heiß. Viel gefaulenzt, im
erfrischenden Meer geschwommen, den Yachten und Segelschiffen zugesehen
wie sie vor Korcula anlegen. Am Abend Essen gegangen und uns auch einmal
eine Fischplatte geleistet.
Wir waren wohl auch weil uns der Trubel zu viel wurde
um 13 Uhr schon wieder draußen, haben noch ein nettes Lokal gefunden
(außerhalb des Dunstkreises der Plitvicer Seen, wo viele Lokale zu
teuer sind) und sind dann gemütlich heimgefahren. Um Punkt 20 Uhr
waren wir in St.Veit, wo auch dank unserer lieben Nachbarn alles in
bester Ordnung ist. Jetzt versuche ich mich langsam wieder aufs
Arbeiten einzustellen, was doch ein wenig schwer fällt.
Aber es war auf jeden Fall eine schöne und lehrreiche Reise, wo wir viel
vom etwas anderen Europa gesehen und gelernt haben.
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