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Kurze
Beschreibung der Inseln:
Mitten im Golfstrom gelegen, auf 62
Grad nördlicher Breite, besteht der Archipel aus 18 Inseln mit einer
Fläche von 1399 km2 und einer Ausdehnung von 113 x 75 km. Die Inseln
weisen eine oft stark gegliederte Küste auf, die gesamte Küstenlinie ist
1100 km lang. Der höchste Berg ragt mit 882 m steil aus dem Meer. Das
Wetter ist sehr wechselhaft, oft wechseln Sonne, Nebel und Regen innerhalb
weniger Stunden. Im Winter sorgt der
Golfstrom für eisfreie Häfen und überraschend milde
Temperaturen, nur selten schneit es und eine geschlossene Schneedecke
hält sich nie sehr lange.
Über 47 000 Menschen leben auf den Inseln, davon im Großraum von
Thorshavn ca. 19000.
Die Faroer Inseln gehören zum dänischen Königreich, sind jedoch seit
1984 eine sich selbst verwaltende Region, mit eigenem Parlament und
eigener Flagge. Sie gehören nicht der europäischen Union an (sowohl in
Dänemark wie auf den Faroer gibt es nach wie vor die eigene Währung und
nicht den Euro !) Die Sprache der Faroer ist eine Abwandlung des alten
Norwegischen, aber Englisch wird fast überall verstanden. 90 % der
Einwohner gehören der lutherisch-evangelischen Kirche an. 97 % des
Export-Einkommens erwirtschaftet der Fischfang, zweitwichtigste
Einkommensquelle ist der Tourismus.
Das Straßennetz ist sehr gut ausgebaut, die Inseln Vágar, Streymoy und
Eysturoy sind miteinander verbunden, auf die anderen besiedelten Inseln
gibt es regelmäßige Fährverbindungen.
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Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist
schön,....
Bei den sehr hohen Mietwagenpreise in Island wird schnell die
Frage auftauchen, warum nicht mit dem eigenen Auto nach Island. Nun wir können
dies aus eigener Erfahrung auch nur empfehlen, sofern Sie genug Zeit für so
eine Reise haben, und da meinen wir, das zumindest 3 Wochen in Island + 1 Woche
für die Hin- und Rückfahrt einzuplanen sind. Die neue Norröna fährt von
Hanstholm (Dänemark) zuerst bis auf die Faroer, dort muss man zwei Tage
ausschiffen, kann sich diese schönen, grünen Inseln in Ruhe ansehen und fährt
dann weiter nach Island. Der Grund für diesen Zwischenaufenthalt liegt in dem
Versuch der Smyril Linie für den gesamten Nordatlantik eine regelmäßige
Fährverbindung anzubieten, sodass die Norröna von Thorshavn weiter zu den
Shetland Inseln, nach Bergen in Norwegen, wieder über die Shetland Inseln
zurück nach Thorshavn fährt. Die Rückfahrt von Island geht direkt mit nur
kurzem Zwischenstop in Thorshavn und dauert dann "nur" 50 Stunden.
Für all jene, die noch das alte Fährschiff der Smyril Linie in
vielleicht nicht so guter Erinnerung haben: Hier hat sich viel geändert, die
neue Norröna ist mit allem Komfort ausgestattet, den man sich eher von einem
Kreuzfahrtschiff denn von einer Fähre erwartet. Allerdings ist die Fährpassage
mit dem zusätzlichen Komfort auch teurer geworden und liegt mit ca 2300 €
für 2 Personen und Auto doch in schmerzlichen Höhen. Bei Mietwagenpreise in
Island von ca 80 € pro Tag rechnet sich so eine Passage trotzdem schon ab 3-4
Wochen Aufenthalt in Island. Außerdem sind die Faroer Inseln wirklich eine
Reise,oder zumindest den 2-Tages-Zwischenstopp, allemal wert!
Natürlich, wer schon beim Anblick eines Schiffes seekrank wird,
für den könnte eine Reise durch die oft raue Nordsee wohl eher zu einer
Tortur werden. Da wir heuer sehr gutes Wetter hatten, und oft lange Zeit am Deck
in der Sonne verbrachten, war der drohende Sonnenbrand viel mehr ein Thema als
die Seekrankheit.
Ein wenig schwierig ist die Kabinenwahl: Wer so sparsam wie
möglich unterwegs sein will, wird mit den Liegepritschen auskommen müssen,
diese sind aber im Bauch des Schiffes, also ganz unten untergebracht. Die 4er
Kabinen sind schon viel luxuriöser, mit eigener Dusche und gutem Bett, sogar
ein kleiner Schreibtisch mit Stromanschluss ist vorhanden - übrigens lässt
sich auch an einigen Stellen, wie in der Cafeteria ein Stromanschluss finden,
für all jene wichtig, die mit Notebook unterwegs sind. Der Haken bei den 4er
Kabinen: Hier herrscht Geschlechtertrennung, und manchmal sind die zugeteilten
Kabinen nicht nebeneinander, was beim Gepäck oder gemeinsamen Aktivitäten zu
kleineren Kommunikationsproblemen führen kann. Auch sollte man bedenken, dass
der Alkohol an Bord nur die Hälfte wie auf der Insel kostet, weshalb hier die
Nordländer oft gerne feiern und so deren Schlafenszeiten von denen der Touristen
ziemlich abweichen können. Wir legen allerdings Wert darauf festzustellen, dass
die Nordländer generell auch nach dem Genuss eines Glases zu viel sehr
friedliche Leute sind. Aber in dem Moment wo die Kabine mit drei unbekannten
Mitreisenden belegt ist, kann man nie ausschließen, dass nicht ein
Schnarchweltmeister unter ihnen ist. Aber für einen ungestörten Schlaf
und zusätzliche Privatsphäre muss man überall auf der Welt mehr zahlen, ein
Matratzenlager auf der Berghütte ist ja auch weit billiger als ein Zimmer.
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