Vergleich Objektive Tamron SD Di f2,8 90 mm gegen AF-s Micro Nikkor 60 mm f2,8 ED

 

 

Nikon 60 mm

Tamron 90 mm

Abstand Frontlinse-Objekt bei 1:1

5 cm

10 cm

tatsächliche Blende bei 1:1

4,8

5,6

rotierender Frontring

Nein, kein Auszug

Nein, aber Auszug bei 1:1 + 6 cm

Autofokus

AF-S, leise und schnell

Stangenantrieb, lauter, langsamer, nicht für D40, D60 geeignet (es gibt aber eine neue Version mit Motor !)

Manuell fokussieren

jederzeit möglich + Umschalter von AF/M auf M

Push/Pull Umschalter am Entfernungseinstellring

Unendlich auf 1:1

1/2 Umdrehung gegen Uhrzeigersinn (Nikon Stand.)

3/4 Umdrehung im Uhrzeigersinn

Full/Limit Umschalter

Nein

Ja

Sonnenblende

Ja, nötig da Linse vorne

Ja, nicht nötig, da Frontlinse nach hinten versetzt

FX (Vollformat)

Ja

Ja

optische Qualität

sehr gut

sehr gut

Blendenring

Nein, G Type

Ja

Filterdurchmesser

62 mm

55 mm

Blendenlamellen

9

9

Schärfentiefenskala

Ja, nur für f32

Ja, für f32 und f16

Gewicht inkl. Kappen und SBL

450 g

450 g

Preis

510.-€

370.-€

 

Wenn man die Daten so vergleicht, spricht eigentlich fast alles für das Tamron Objektiv. Bei gleichem Gewicht und geringerem Preis eine optisch ähnliche Leistung zu erzielen ist schon sehr gut. Bei Makro spielt der Abstand von der Frontlinse eine wichtige Rolle. Je mehr desto besser, vor allem bei Insekten, aber auch bei Blumenaufnahmen, da man den Hintergrund mit einer längeren Brennweite besser gestalten kann. Das die Frontlinse beim Micro Nikkor auch wirklich an der Front ist, ist auch ein Nachteil, da man die Sonnenblende bei entsprechendem Lichteinfall wirklich benötigt, aber dann kein Platz mehr bleibt zwischen Motiv und Objektiv - zumindest bei 1:1.  Das 60 mm Micro Nikkor ist als Fixbrennweite eine gute Allround Alternative zu einer 50 mm "Normaloptik", aber eben deutlich schwerer und je nach Modell auch teurer.

 

Nikon D3x, Tamron 90 mm, 1/800s, f5,6, 100 Iso

 

Ich habe mir das Nikon bei Amazon bestellt, da ich auf der Suche nach einem guten und lichtstarken Objektiv war, das auf der D300 für Porträts bei schlechten Lichtverhältnissen geeignet ist. Versuche mit den an und für sich sehr guten Manuellen Objektiven, wie dem 35 mm f2 oder dem 50 mm f1,4 haben jedoch gezeigt, das z.B.. in Kirchen bei einer Firmung das genaue Einstellen der Entfernung bei fast offener Blende eine sehr unsichere Sache ist. Da meine Frau mir immer bei solchen Aufträgen assistiert und bisher mit diesen Objektiven Vorlieb nehmen musste, oder Lichtschwache Zooms zur Verfügung hatte, versuche ich hier eine sinnvolle Lösung zu finden. Ich fotografiere bei Firmungen/Kommunionen mit der D3/D3x. Letztere nur für die Gruppenbilder mit Aufhellblitz und dem 24-70 f2,8, auf der D3 meist mit dem 70-200 f2,8 VRII ohne Blitz mit Iso von 1600 bis 3200 um die Feier möglichst wenig zu stören (was ja auch der Grund ist, das Wir bei solchen Aufträgen die einzigen Fotografen sind).

Nachdem ich mir auch noch das 35 mm f1,8 DX Objektiv bestellt habe, werde ich wahrscheinlich bei dieser kostengünstigeren Lösung bleiben, da die Optik sehr gut und leicht ist  und auf der D300 als 50 mm Normaloptik für den Zweck auch gut geeignet scheint.

 

Nikon D3x, Micro Nikkor 60mm, 1/400s, f4,8, 100 Iso

 

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