Island - die Insel aus Feuer und Eis


Südisland

Ost und Nordostisland

Nordisland

 

Westisland


 

Südisland

Thorsmörk allgemein:

Die Flußquerungen sind auch bei niedrigem Wasserstand schwierig, oft aber auch für große Geländewagen sehr gefährlich, VW Bus oder 4 Rad PKW haben keine Chance. Besser das Auto beim Glúfrafoss stehen lassen (Bushaltestelle) eine Weiterfahrt bis zur 1.Furt ist eigentlich nicht sinnvoll, sehr rauhe Strecke und merklich billiger wird das Busticket auch nicht. Das Ticket für die Rückfahrt muß man aber in der Langidalur-Hütte vor Abfahrt des Busses bestätigen lassen ?! Man muß den Zeitpunkt der Rückfahrt aber nicht vorher fixieren. 

Skógar – Fimmvörðuháls – Þórsmörk (1)

Als Wanderung ist das ein ganz besonderes Highlight, das man sich nicht entgehen lassen sollte! Der Weg ist deutlich und gut markiert, Probleme sollte es deshalb für geübte Wanderer keine geben. Wir haben gehört, dass etwas unterhalb der Passhöhe auch eine Hütte mit Hüttenwart (also für isländische Verhältnisse „bewirtschaftet“) geöffnet hat. Je nach geplanter Aufenthaltsdauer im Þórsmörk muss man jedoch Verpflegung mitnehmen; wenn man den Weg weiter nach Landmannalaugar gehen will, sollte man beim Essen sicher nicht zu sparsam packen. In der Húsadalur-Hütte im Þórsmörk kann man zwar etwas zu essen bekommen, es besteht aber keine Einkaufsmöglichkeit. Wer nicht so viel tragen will, kann eine geführte Tour mit Gepäcktransport buchen.

Der Höhlenwasserfall der Stakkholtsgjá    2

Im Sommer 2003 war die Brücke über die schwierig zu furtenden Hvanná nicht vorhanden. Nicht, daß sie wie es gelegentlich vorkommt, durch ein Hochwasser zerstört worden wäre, sondern sie ist einsam in der Landschaft, nutzlos auf einer Schotterbank gelegen. Auch der Hüttenwart in der Básar Hütte konnte uns nicht den Sinn dieser Aktion erklären. Allerdings ist der Wanderverein nicht für die Brücken zuständig.

Ins Goðaland (3)

Die Wanderung ist einfach, führt jedoch durch spektakuläre Landschaft. Höhepunkt ist nicht der Rand der schmutzigen Gletscherzunge, sondern es sind die Blicke, die man auf die wilden Gletscherflüsse, tiefen Täler und Gletscher hat. Die Tour ist auch bei weniger gutem Wetter möglich.

Aussichtsberg Valahnúkur (4)

Wenn man per Bus das Þórsmörk verlassen will, ist es am günstigsten, bei den Húsadalur-Hütten einzsteigen, da dort der letzte und längste Aufenthalt ist. Wenn man nun von der Básar- oder Langidalur-Hütte dorthin will, sollte man den Aufstieg auf den Valahnúkur nicht scheuen. Auch mit Gepäck ist man bald oben und die Aussicht ist wirklich großartig.

Versteckter Wasserfall Glúfrafoss  5

Landmannalaugar

Wenn man mit dem PKW von Westen her anreiste, kann man an der Fahrtstrecke (Straße Nr.32) einige interessante Stopps machen. Empfehlenswert ist eine Besichtigung des Museumhofes Þjóðveldisbærinn und des nahe davon gelegenen Hofes Stöng (Piste bis vor den Fluss für PKW befahrbar, Fußgängerbrücke). Von Stöng kann man auf einem häufig begangenen Weg zum Gjáinfoss, der in ein von Basaltsäulen umrahmtes Becken stürzt, wandern. Die Schlucht des Flusses Rauða ist sehr sehenswert!

Aussichtsberg Bláhnúkur 6

Das Furten des eiskalten Baches gehört dank einer Brücke der Vergangenheit an (Seite 9), im Sommer 2003 wäre eine Firngleiterbefahrung kaum möglich gewesen, da nur mehr wenig Schnee in der Nordrinne lag.

Thermalzone beim Hrafntinnusker (8)

  Wenn man das faszinierende Thermalgebiet ausgiebiger durchstreifen will, lohnt es sich, sein Zelt mitzutragen und bei der Hütte (Zeltplätze gegen die übliche Gebühr vorhanden) zu übernachten. Bei einer Tagestour hat man genug Zeit, um die Hauptsehenswürdigkeit – die Eishöhle - , zu der ja auch der markierte Weg führt, anzuschauen, aber dann muss man sich wohl auf den langen Rückweg machen. Im Thermalgebiet selbst ist höchste Vorsicht geboten, hier gibt es keine Wege und Absicherungen! Auch auf die empfindliche Vegetation unbedingt Rücksicht nehmen! Eine genaue Karte (in Landmannalaugar erhältlich) und sichere Orientierungsfähigkeit sind für wegloses Wandern unbedingte Voraussetzung!

Ein Steig führt von der Hütte zum östlich gelegenen Aussichtsberg Söðull.

Kirkjubæjarklaustur (9)

Der Ort bietet für einen Aufenthalt eine gute Infrastruktur. So gibt es z.B. auch ein Café-Restaurant, das eine ganz nette Atmosphäre hat, die Preise entsprechen aber dem für Mitteleuropäer doch gewöhnungsbedürftigen isländischen Niveau (Sommer 2003: Pizza ca. 20 €).
Von Kirkjubæjarklaustur weg kann man einige Ausflugsfahrten unternehmen. Empfehlenswert ist der Tagesausflug nach Lakagigar schon, bei schlechtem Wetter verliert diese Fahrt ins Hochland jedoch stark an Reiz, da die weiten Ausblicke zu den besonderen Höhepunkten der Fahrt zählen. Die Lavafelder dieses für Island existenzbedrohenden Ausbruchs sind wegen ihres Alters schon sehr stark verwittert.

Skaftafell (10-13)

Mit Recht ist dieser Nationalpark einer der Höhepunkte einer jeden Islandreise. Faszinierenderweise ist hier das Wetter auch oft schöner als in der Umgebung. Es empfiehlt sich unbedingt genug Zeit für zumindest eine längere Wanderung einzuplanen. Obwohl nämlich auf dem Campingplatz und im NP-Büro oft ein richtiges Gedränge herrscht, wird es beim Wandern, sobald man den Svartifoss gesehen hat, schnell ruhig. Die Tour ins Morsárdalur ist eigentlich einfach, man kann sie jedoch beliebig lang ausdehnen. Sie gibt einen ausgesprochen guten Einblick in alle Besonderheiten des Nationalparks. Die Besteigung der Kristínartindar hingegen erfordert mehr Ausdauer und auch sehr gutes Wetter, entschädigt aber dafür mit der besten Aussicht.

Die Gletscherzunge „Svinafellsjökull“ ist auf einer kurzen Stichstraße mit dem PKW erreichbar.

Ost- und Nordostisland

Liparitberge an der Hvannagil-Schlucht (15)

Diese Wanderung ist in der Nähe von einem Ferienhaus-Gebiet. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass hier in den nächsten Jahren auch markierte Wege entstehen. Auf einer lokalen Wanderkarte sind sie zum Teil schon eingezeichnet, obwohl es sich zur Zeit nur um ausgetretene Pfade handelt. Lohnende an dieser Runde ist die Aussicht auf die bunten Liparithänge und die Einsamkeit, in die man eintaucht, kaum hat man die Schotterstraße verlassen. An der Stichstraße soll sich übrigens auch ein einfacher Campingplatz befinden, den wir aber nicht aufgesucht haben.

Im Wald von Hallormsstaður (16)

Wer Island mit dem eigenen Auto bereist, sollte sich dieses Gebiet nicht entgehen lassen. Es eignet sich sehr gut als Einstieg oder zum Ausklang einer Reise, da man von hier sehr bald in Seyðisfjörður ist. Das Waldgebiet ist für isländische Verhältnisse ungewöhnlich und es ist auch ein beliebter isländischer Ferienort. Außer den vorgeschlagenen Routen sind noch mehrere andere Wege markiert. Auch Reittouren kann man hier gut machen. Der Campingplatz Atlavik ist – vor allem an Wochenenden – oft gut gefüllt.

Beim Parplatz für den Hengifoss gibt es ein WC, mit dem Zelt ist es sicher problemtisch hier zu übernachten, mit dem Campmobil auf dem Parplatz sollte es möglich sein

Hvituhnjúkur (18)

Das Gebiet von Bakkagerði ist eine der besten Wanderregionen Islands überhaupt! Es gibt eine neue Wanderkarte und die Wege sind markiert. Überall sind auch Übersichtskarten aufgestellt. Es lassen sich sowohl Tagestouren als auch Mehrtageswanderungen durchführen, Übernachtungsmöglichkeiten sind vorhanden. Die Wege führen in heute verlassene Buchten und zwischen bunten Bergen hindurch. Unbedingt sehenswert ist der Berg Hvitserkur, er präsentiert seine bunte Seite im Süden, erreichbar auf der Piste F946. Im Sommer 2003 war diese Piste in einem so guten Zustand, dass wir sie mit unserem Mitsubishi-Bus (Zweirad-Antrieb) problemlos fahren konnten.

Nordisland

Jökulsárgljúfur – NP (21-25)

Dieser Nationalpark ist landschaftlich wunderschön und auch das Klima ist oft recht angenehm. Die Anforderungen an den Wanderer sind weniger hoch als in anderen Gebieten, das Naturerlebnis ist jedoch großartig. Unbedingt zu empfehlen ist, die Strecke zwischen Dettifoss und Vesturdalur als Tagestour ganz zu gehen. Dazu kann man entweder den öffentlichen Autobus benutzen (relativ ungünstige Fahrzeit zu Mittag) oder eine Mitfahrgelegenheit suchen.

Mývatn-Region (26-31)

Die sehr vielfältige und vulkanisch aktive Landschaft ist ebenfalls ein Muss für alle Islandreisende.
Eine geruhsame Möglichkeit, den See und die Sehenswürdigkeiten in seiner unmittelbaren Umgebung zu sehen, ist tatsächlich eine Radtour (wenn die Mücken nicht gerade sehr aktiv sind).
Bademöglichkeit besteht derzeit – außer natürlich im sundlaug – am blauen See beim Kieselgurwerk (Ostufer, keine Badeeinrichtungen, keine Toiletten), das Wasser hat aber einen intensiven Geruch.
Von Reykjahlið lassen sich auch zahlreiche Ausflüge unternehmen, etwa mit dem Bus zur Askja.
Zwischen Mývatn und Akureyri lohnt ein Stopp am Goðafoss. Wer einen weiteren Wasserfall mit tollen Basaltsäulen sehen will und eine etwas holprige Fahrt nicht scheut, sollte die Sprengisandur bis zum Aldeyjarfoss (Parkplatz, Klohütte) fahren (für PKW bis dahin möglich).

Akureyri und Umgebung (34-36)

In Akureyri kann man ganz gut einkaufen (Wollsachen, Bücher, Lebensmittel) und sogar recht günstig essen gehen: Im Bautinn (Stadtzentrum) gibt es ein großartiges Salatbuffet mit vielfältigem Brotangebot zu erschwinglichen Preisen.

Die Halbinsel nördlich von Akureyri (Trollhalbinsel) bietet gute Tourenmöglichkeiten. Im Raum Dalvik ist eine Wanderkarte in Vorbereitung, einen schönen Prospekt mit ein paar Wandertipps gibt es schon. Ideal ist das Gebiet für Überschreitungen auf alten Verbindungswegen. Im Frühling (April/Mai) gibt es bei entsprechender Schneelage gute Schitourenmöglichkeiten.

Die Westseite der Halbinsel ist hingegen kulturell sehr interessant, in diesem Gebiet gibt es einige alte Kirchen und Gehöfte (Gröf, Hólar, Glaumbær).

Westisland

Snæfellsnes (42-44)

Berserkjahraun – Hraunsfjarðarvatn (42)

In diesem Gebiet umherzustreifen ist für Naturliebhaber und –fotografen äußerst lohnend. Die Snæfellsnes-Halbinsel gilt als ein „Island in der Nussschale“ und das trifft besonders auf das Gebiet dieser Tour zu. Man findet hier Lavafelder, Tufffelsen, Seen, Wasserfälle und eine tolle Aussicht aufs Meer. Die beschriebene Tour soll als Tipp gelten, da das Gebiet weglos ist, muss jeder selbst einen Pfad finden. Dazu noch ein paar Empfehlungen: Bei trockenem Wetter kann man auf Tuff wunderbar gehen, bei Nässe wird er extrem rutschig. Oft gibt es Schafspfade durch die Wiese. Man sollte eher über Geröll auf- und absteigen und die empfindliche Vegetation schonen. Den Gipfel Horn kann man auf der Ostseite erklettern (zahlreiche Spuren), der Aufstieg (und Abstieg!) ist wegen des brüchigen Gesteins nicht ungefährlich. Ein Abstieg auf der Westseite (Schafspfade) erscheint von oben verlockend, ist aber gefährlich steil und rutschig!
Es ist lohnend die F570 zu nehmen, um die Halbinsel zu überqueren. Diese Piste ist – nach unserer Erfahrung – für PKW durchaus geeignet (schon vor 10 Jahren haben wir hier einen 2CV gesehen). Die Strecke bietet tolle Blicke auf den Gletscher.
Ein schön gelegenes Hotel – vielleicht für eine Cafépause - findet man in Buðir neben einer kleinen Holzkirche. Hier kann man auch schöne Strandspaziergänge machen.

Glýmur (46)

Die Wanderung zum höchsten Wasserfall der Insel kann ein echtes Erlebnis sein, absolut unerfahrenen Wanderern ist aber doch Vorsicht angeraten. Wir haben einige Leute beobachtet, die auf dem schmalen Pfad fast in Schwierigkeiten geraten sind: An einer Stelle ist eine abschüssige Felsplatte zu überqueren. Hier sind Tritte hineingehauen, die man jedoch, wenn man von oben kommt, kaum sieht. Auch die Flussquerung auf der behelfsmäßigen Brücke (Baumstamm, Felsen, Drahtseil) ist zwar nicht so wild, wie sie aussieht, aber doch auch nichts für Spaziergänger oder kleine Kinder.

Hraunfossar (45) und Þingvellir (47)

Diese beiden Sehenswürdigkeiten kann man verbinden, wenn man die Kaldidalur (F550) wählt. Optisch ist dies eine der schönsten Hochlandstrecken überhaupt. Die Strecke ist stellenweise sehr rau, sodass man kaum schneller als 20kmh fahren kann, das allerdings üblicherweise mit jedem PKW. Man sollte schon einen guten halben Tag (mit dem Auto!) dafür einplanen.

Am Þingvallavatn gibt es ein Thermalkraftwerk, wo es ganz mächtig dampft. Auf Spazierwegen kann man dieses Gebiet besichtigen. Auf den dahinter gelegenen Berg Hengill führen markierte Wanderwege. Auf der anderen Seite des Berges liegt der Ort Hveragerði, wo es zahlreiche Gewächshäuser (auch mit Shops und Cafés) gibt.

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