Drechseln

Drechseln ist für mich ein Ausgleich, ein Hobby, das ich ohne Gewinnabsicht unbeschwert ausüben kann, so ganz nach Lust und Laune. Mich fasziniert die Vielfalt und Schönheit der Holzstrukturen, die ich durch Formgebung und Polieren noch hervorheben kann, wobei ich mich meist erst nach der Rohbearbeitung für Aussehen und Funktion des Stückes entscheide, um so auf die Eigenheiten des Holzes am besten eingehen zu können.

Besonders gerne verwende ich das harte Kernholz von Nußbäumen, die dunkelbraune Farbe kombiniert mit einer herrlichen Maserung ergibt besonders edle Stücke. 

 

  Schmuck

Inspiriert durch Schmuckstücke, die ich in Neuseeland gesehen habe, habe ich begonnen aus Nußholz und polierten Stücken der Paui Muschel Schmuckanhänger anzufertigen. Die Außenschicht dieser Muscheln ist meist unscheinbar grau und erst durch Schliff und Polierung kommt die opalisierende Farbe zu Tage

Fotografieren ohne Streß, wie hier am Geirangerfjord, ist leider die Ausnahme, auch in Norwegen sind die Campingplätze selten mit den besten Fotostandpunkten ident.

 

Das wahre Foto - eine Lüge !

In unserem Medienzeitalter spielt das Foto, ob als einzelnes Bild oder als Film eine sehr große Rolle. Das Paradoxe ist, dass in dem Moment, wo ein Foto, aber auch ein Text, auf Papier gebracht und gedruckt wurde, es von den meisten Menschen als wahr angenommen wird ("Es ist in der Zeitung gestanden" als Standardsatz für die Bestätigung eines Ereignisses). Doch wie kann ein Foto, ein zweidimensionales Bild die uns umgebende Welt auch nur annähernd wirklich abbilden? Jene individuelle, dreidimensionale Realität, die aus Farben, Formen, Geräuschen, Geruch und aus der Interpretation unseres Gehirnes entsteht.

Für mich ist Fotografie der Versuch aus dieser Realität einen Teil herauszunehmen, durch Abstraktion und Reduktion ein Bild zu schaffen, das uns einen Aspekt dieser Realität verdichtet, quasi die Essenz davon zu zeigen vermag. Eben etwas das aus künstlerischer, kreativer oder handwerklicher Tätigkeit heraus entsteht.

Aber da wäre noch die Reportage, überall auf der Welt riskieren Reporter ihr Leben um uns ein möglichst unverfälschtes Bild eines Geschehnisses zu übermitteln. Doch alleine durch die Auswahl eines Blickpunktes durch den Fotografen, durch einen in eine Richtung tendierenden Begleittext oder die Selektion des Bildredakteurs kann aus einem Geschehen in verschiedenen Zeitungen sehr Konträres entstehen (siehe Kriegsberichterstattung Golfkrieg). Auch in der Naturfotografie oder bei Buchproduktionen wird in der Regel die Schönheit, das Besondere, das Seltene gezeigt. Das Häßliche, Gewöhnliche verkauft sich nämlich schlecht.
Daher ist meiner Meinung nach die Fotografie nie ein besonders gutes Medium gewesen um die Wahrheit, die Realität zu zeigen, wohl auch deswegen, da jeder Mensch sich seine eigene Wahrheit, seine eigene Realität erschafft, um so besser mit seiner Um-Welt fertig zu werden. Die digitale Fotografie hat hier insofern etwas Gutes getan, als sie viel mehr Menschen die Manipulierbarkeit eines Fotos bewußt gemacht hat, obwohl Fotos von Anbeginn an für Propagandazwecke retuschiert und manipuliert wurden (in Ungnade gefallene Politbüromitglieder wurden sehr rasch aus den Fotos entfernt).